In den neun Jahre seit dem Anschlag auf das WTC in New York entstand in den USA ein enormer Apparat zur Gewinnung von Informationen über die eigenen Bürger, der das FBI, lokale Behörden, "homeland security"-Büros und Ermittler des Militärs umfasst. Dieses System sammelt und analysiert Informationen über tausende US-Bürger, von denen viele keinerlei Delikte angeklagt sind. Ziel ist die Unterstützung des FBI in der Terrorismusbekämpfung. Es ist allerdings so geheim und längst so weit ausgeufert, dass niemand sagen kann, wie viel es kostet, wieviele Personen dafür arbeiten oder wieviele Unterprogramme innerhalb dieses Programms existieren. Die Tageszeitung "Washington Post" hat nach monatelanger Recherche nun einen Bericht darüber veröffentlicht, wie sich dieser Informationsapparat auf lokaler Ebene auswirkt und kam zu folgenden Erkenntnissen: 1. Techniken und Technologien die für die Schlachtfelder in Irak und Afghanistan entwickelt wurden kamen in die Hände amerikanischer Behörden zur Verbrechensbekämpfung. 2. Das FBI betreibt eine Datenbank mit den Namen und bestimmter persönlicher Daten wie Beschäftigungsverhältnisse von tausenden US-Bürgern, von denen ein lokaler Polizeibeamter oder ein anderer Mitbürger glaubt, sie würden sich verdächtig verhalten. Diese Datenbank wird immer mehr Behörden zugänglich gemacht, sodass die Befürchtung besteht, sie könnte irgendwann an die Öffentlichkeit gelangen. 3. Um mehr über Islam und Terrorismus zu erfahren, stellten einige Behörden selbsternannte Islam-Experten als Lehrer ein, deren extremistische Ansichten vom FBI und anderen Geheimdiensten als inakkurat und kontraproduktiv eingestuft werden. 4. Das US-Department of Homeland Security sendet seinen lokalen Partnerbehörden in den Bundesstaaten Berichte ohne sinnvolle Anleitung oder Beratung. Anstatt über mögliche Terrorgefahren zu informieren, handelt es sich um eine endlose Flut von vager, nutzloser Panikmache. Ein verantwortlicher Polizist in Los Angeles verglich das mit einer Garage, in die man solange Müll ablädt, bis man nicht mehr darin parken kann...
Kommentiere diesen Artikel
Jetzt eigenen Artikel erstellen
Originalartikel: projects.washingtonpost.com
Reporter: Kleinadlerauge, 20.12.10, 18:55
Bild-Quelle: media.washingtonpost.com
Eine gewisse Paranoia kann man der USA nicht mehr absprechen. Die Gefahr die ich sehe, dass eben diese Paranoia sich jetzt auf das europäische Kontinent niederschlägt. Das ist Leider das Ergebnis einer gewissen Abhängigkeit die Europa selbst zu Verschulden hat. -jack ...
ich glaube das alles aufs wort, aber quellen wären echt angebracht. ...
ctvirus, die Quelle ist unten im Artikel. Sofern bei dir die Washington Post als zuverlässige Quelle gilt. ...
Lars Sobiraj am 10.05.2012, 17:25 Uhr
Der Anbieter "TIME for kids" bezeichnet sich selbst als "langjähriger Vorreiter im Kinder- und Jugendschutz in Deutschland". Die Software des Unternehmens blockiert derzeit an diversen Schulen von Nordrhein-Westfalen den Zugang zum Wahlprogramm der Piraten. Die Webseite wurde von der automatischen Filtersoftware als möglicher Marktplatz illegaler Drogen ausgemacht und gesperrt.
gulli.com am 16. Mai 2012