Nach der gestrigen Auflösung des vor vier Monaten eingesetzten Parlaments durch das Verfassungsgericht wartet man sorgenvoll auf den Ausgang der heutigen Demonstrationen. Bereits gestern kam es in Kairo zu Protesten gegen die vorübergehende Machtergreifung des ägyptischen Militärs. Nach Ansicht der USA dürfe es beim Übergang zur Demokratie keine Rückschritte geben. Das Verfassungsgericht urteilte gestern, ein Drittel der Sitze im Parlament seien nicht verfassungsgemäß vergeben worden, die Wahl müsse wiederholt werden. Auch darf sich der frühere Regierungschef Ahmed Schafik wieder legal für öffentliche Ämter bewerben. Unter Präsident Mubarak war Schafik zuletzt Regierungschef, was die Proteste weiter anheizen dürfte. Nach der Machtübernahme des Militärs im Februar 2011 sollte der Übergang zur Demokratie eigentlich Ende des Monats vollzogen werden.
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Reporter: Ghandy, 15.06.12, 10:50
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Die Fraktionen stehen sich echt in nichts nach. Objektiv nach dem Gesetz ist das handeln der islamisten sich das Drittel freie Mandate einfach zu krallen illegal gewesen. Darin scheinen sich alle Rechtsgelehrten einig zu sein. Auf der anderen Seite ist die Zulassung von Schafik schon fast Rechtsbeug ...
gulli.com am 24. Mai 2013