Seichte Themen sind offenbar nicht die Stärke des SPD-Politikers und Ex-Bundesbank-Vorstandes. Anlässlich der Präsentation seines zweiten Buches "Europa braucht den Euro nicht" am Dienstagabend wirft er der Opposition im Bundestag vor, die Parteien seien getrieben von einem typisch deutschen Reflex, wonach "die Buße für Holocaust und Weltkrieg erst endgültig getan ist, wenn wir alle unsere Belange, auch unser Geld, in europäische Hände gelegt haben." Dies sieht er als Grund an, warum die SPD, Bündnis90/Die Grünen und Linkspartei für die Einführung der Euro-Bonds stimmen würden. In seinem neuen Buch beschäftigt sich Sarrazin mit der Krise des Euro und den Folgen für Deutschland und die anderen Mitgliedsstaaten. Grünen-Chef Jürgen Trittin wirft ihm Rechtspopulismus vor. Es sei "unerträglich", wenn Sarrazin den Holocaust zur Verbreitung seiner antieuropäischer Thesen instrumentalisiert. Trittin forderte die SPD indirekt dazu auf, den streitbaren Buchautor aus der Partei zu werfen.
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Originalartikel: www.morgenpost.de
Reporter: Ghandy, 20.05.12, 20:46
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gulli.com am 23. Mai 2013